Grundlagen der Kompostierung

Grundlagen der Kompostierung

Kompostierung ist die Umwandlung ehemals lebender Materialien pflanzlichen oder tierischen Ursprungs in Humus bzw. Kompost. Dabei entsteht stabile organische Substanz, die dunkel und krümelig ist, angenehm erdig riecht und sich hervorragend zur Bodenverbesserung und Düngung eignet.

Die eigentliche Arbeit übernehmen Zersetzungsorganismen: Bakterien, Pilze und Würmer sind nur einige der vielen Lebewesen, die bei der Kompostbildung helfen.

Damit die Kompostierung funktioniert, braucht es sowohl Feuchtigkeit als auch Sauerstoff sowie eine Mischung aus grünen und braunen Materialien.

Grüne Materialien sind weich und feucht. Dazu gehören beispielsweise Lebensmittelabfälle, Obst und Gemüse, grünes Pflanzenmaterial sowie Rasenschnitt. Sie liefern Feuchtigkeit und viele Nährstoffe für die Zersetzungsorganismen. Wenn zu viele grüne Materialien vorhanden sind, wird der Komposthaufen zu nass, schlammig und geruchsintensiv und zersetzt sich nicht richtig.

Braune Materialien sind beispielsweise kleine Zweige, Holzhäcksel, Sägemehl, Herbstlaub, Papier, Karton, Stroh und Heu. Diese Materialien geben dem Komposthaufen Volumen und Struktur, sodass Luft hindurchströmen kann. Wenn zu viele braune Materialien vorhanden sind oder diese zu grob sind, zersetzt sich der Komposthaufen nur sehr langsam.

Einige wirksame Methoden zur Kompostierung unterschiedlicher Materialien:

Obst- und Gemüseabfälle, Teebeutel, Kaffeesatz(1) Materialien klein schneiden und mit vielen braunen Materialien in den Komposthaufen mischen.
(2) Materialien klein schneiden und in eine Wurmkiste geben.
Gekochte Lebensmittel, Fleisch, Milchprodukte(1) Vorbehandlung mit Bokashi. Bokashi-fermentierte Materialien können in eine Wurmkiste gegeben, in einem Komposthaufen vergraben oder mit Erde vermischt und anschließend unter aeroben Bedingungen weiter zersetzt werden. Das System sollte geschlossen sein, damit keine Nagetiere eindringen können, bis das Material vollständig kompostiert ist.
(2) Lebensmittelabfälle mit braunen Materialien in einem nagetiersicheren Kompostbehälter mischen.
Rasenschnitt(1) Grasscycling anwenden, um die Menge des gesammelten Rasenschnitts zu reduzieren.
(2) Rasenschnitt auf dem Boden ausbreiten und teilweise trocknen lassen. Dadurch verliert er Feuchtigkeit und Stickstoff und wird weniger „grün“ und mehr „braun“. Anschließend lässt er sich leichter im Komposthaufen kompostieren.
(3) Rasenschnitt auf dem Boden ausbreiten und mit der gleichen Menge brauner Materialien vermischen. Verklumpungen von nassem Gras vermeiden. Die Mischung anschließend dem Komposthaufen hinzufügen. Bei Bedarf bewässern. Für beste Ergebnisse regelmäßig umsetzen. Den Haufen abdecken.
Gemischte Gartenmaterialien wie Unkraut, alte Pflanzen sowie Schnittgut von Hecken und BäumenIn kleine Stücke schneiden und dem Komposthaufen hinzufügen. Regelmäßig umsetzen und bei Bedarf bewässern. Den Haufen abdecken.
Herbstlaub1) Laub in einem Sack mit Luftlöchern oder in einer einfachen Einfassung aus Drahtgeflecht sammeln. Das Laub feucht und gut belüftet halten. Nach 1–2 Jahren entsteht Laubkompost.
(2) Herbstlaub als braunes Material verwenden und mit grünen Materialien wie Rasenschnitt und Lebensmittelabfällen zur Kompostierung mischen.
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