Bauanleitung: Wurmkiste

Eine Wurmkiste ist eine hervorragende Möglichkeit, Küchenabfälle und Gartenreste in nährstoffreichen Kompost umzuwandeln. Sie eignet sich auch für kleine Flächen, arbeitet sauber und platzsparend und liefert kontinuierlich hochwertigen Wurmhumus für Pflanzen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine Wurmkiste aus neuen oder wiederverwendeten Materialien zu bauen. Die beiden gebräuchlichsten Systeme sind eine einzelne Kiste oder ein stapelbares System mit mehreren Behältern, bei dem die Würmer nach oben wandern, sobald sie eine Schicht verarbeitet haben. Die Einzelkiste eignet sich besonders für größere Mengen organischer Abfälle, während das stapelbare System ideal für Gärten, Schulen und Privathaushalte ist.
1. Wurmkiste aus Holz
Eine Wurmkiste aus Holz ist robust, atmungsaktiv und besonders für größere Mengen organischer Abfälle geeignet. Eine vollständige Bauanleitung einschließlich Materialliste finden Sie unter folgendem Link. Bitte beachten Sie, dass die Maße in Fuß und Zoll angegeben sind.
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2. Stapelbare Wurmkiste
Dieses System besteht aus mehreren Kunststoffboxen, die ineinander gestapelt werden. Sobald die Würmer eine Ebene vollständig verarbeitet haben, wandern sie durch Bohrlöcher in die darüberliegende Box. In der unteren Box bleibt fertiger Wurmhumus zurück.
MATERIAL & WERKZEUG

- Vier stabile Kunststoffboxen, die sich ineinander stapeln lassen. Jede Box sollte 10–15 cm hoch sein und ein Fassungsvermögen von etwa 20 Litern besitzen.
- Eine flache Holzplatte oder ein ähnliches Material als Deckel.
- Karton, zerkleinertes Papier und Herbstlaub als Einstreu.
- Kompostwürmer (aus einem Komposthaufen oder online bzw. im Angelbedarf erhältlich).
- Bohrmaschine mit 10-mm-Bohrer
Schritt für Schritt Anleitung
- 1. Nehmen Sie drei der Kunststoffboxen und bohren Sie jeweils 20–30 Löcher in den Boden. Bohren Sie zusätzlich einige kleine Löcher in die Seitenwände, um die Belüftung zu verbessern. Arbeiten Sie langsam, damit der Kunststoff nicht reißt.
- 2. Stellen Sie eine der gebohrten Boxen in die ungebohrte Box. Vermischen Sie zerkleinertes Papier, Karton und Laub, befeuchten Sie die Mischung gründlich und füllen Sie die gebohrte Box etwa zur Hälfte damit.
- 3. Geben Sie die Kompostwürmer hinzu. Sie benötigen mehrere hundert Würmer, insgesamt etwa 250–500 g.
- 4. Beginnen Sie, die Würmer mit kleinen Mengen fein geschnittener Obst- und Gemüseabfälle zu fütter
- 5. Zu Beginn reicht etwa eine Tasse organischer Küchenabfälle pro Tag aus.
- 6. Ist die erste Box nahezu gefüllt, setzen Sie die zweite gebohrte Box darauf und geben Sie das Futter nur noch in diese neue Box.
- 7. Sobald auch die zweite Box fast voll ist, setzen Sie die dritte gebohrte Box oben auf und setzen die Fütterung dort fort.
- 8. Halten Sie die Wurmkiste stets mit einem Deckel geschlossen, um die Würmer vor Regen, Sonne und Schädlingen zu schützen.
- 9. Wenn die oberste Box fast voll ist, nehmen Sie diese zusammen mit der mittleren Box ab und kontrollieren Sie die unterste gebohrte Box. Die Würmer sollten inzwischen durch die Löcher nach oben gewandert sein und den fertigen Wurmhumus zurückgelassen haben.
- 10. Entnehmen Sie den fertigen Wurmhumus und entfernen Sie eventuell noch nicht vollständig zersetzte Reste. Diese können wieder in die oberen Arbeitsboxen gegeben werden. Stellen Sie anschließend die geleerte Box wieder oben auf den Stapel und beginnen Sie dort erneut mit der Fütterung.
- 11. Wiederholen Sie diesen Vorgang jedes Mal, wenn die oberste Box gefüllt ist: Kontrollieren Sie die unterste Arbeitsbox und entnehmen Sie den fertigen Wurmhumus.
- 12. In der ungebohrten unteren Auffangbox sammelt sich während der Kompostierung Wurmtee (Flüssigdünger). Dieser sollte regelmäßig entnommen und vor der Verwendung als Flüssigdünger im Verhältnis 1 : 20 mit Wasser verdünnt werden.
- 13. Beobachten Sie regelmäßig, wie schnell die Würmer das Futter aufnehmen. Wird das Futter rasch verarbeitet, kann die Futtermenge leicht erhöht werden. Bleiben Futterreste länger liegen, sollte weniger gefüttert werden. Bei kalten Temperaturen arbeiten Kompostwürmer grundsätzlich langsamer.

Eine Wurmkiste ist eine einfache, kostengünstige und äußerst wirkungsvolle Möglichkeit, organische Küchenabfälle zu verwerten und gleichzeitig hochwertigen Kompost für den Garten zu produzieren. Ist sie einmal eingerichtet, benötigt sie nur wenig Pflege – regelmäßiges Füttern und gelegentliches Ernten des Wurmhumus reichen aus. Ob als robuste Holzkiste oder als stapelbares System aus Kunststoffboxen – eine Wurmkiste verbessert die Bodenqualität, reduziert organische Abfälle und leistet einen wertvollen Beitrag zur Förderung der lokalen Biodiversität.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine Wurmkiste aus neuen oder wiederverwendeten Materialien zu bauen.
